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13. März 2023
Wolf-Dieter Seitz
Exklusiv-Umfrage zum Schlafverhalten

Wie schlafen die Deutschen?

Anlässlich des Weltschlaftags am 17. März führte ResMed zum zweiten Mal in Folge eine internationale Umfrage1 zum Schlafverhalten durch. In Deutschland wurden dafür über 1.000 Personen befragt. Die gute Nachricht: Neun von zehn sind sich bewusst, dass Schlaf wichtig für die Gesundheit ist. Doch das Risiko unentdeckter Schlafstörungen lauert überall.
Paolese / Fotolia
Viele Deutsche schlafen schlecht. Das Risiko einer Obstruktiven Schlafapnoe darf dabei nicht unterschätzt werden.

Die Ergebnisse der Umfrage von Resmed lassen aufhorchen. 89 Prozent der Menschen in Deutschland sind sich darüber im Klaren, dass Schlaf wichtig ist für das Immunsystem; gleichzeitig ist fast die Hälfte (44 %) unzufrieden mit ihrer Schlafqualität. Und knapp drei Viertel (72 %) der Befragten erkennen, dass Schnarchen ein Grund verminderter Schlafqualität ist – drei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Eine wichtige Entwicklung, denn Schnarchen kann eines der Anzeichen für schlafbezogene Erkrankungen wie obstruktive Schlafapnoe (OSA) sein.

Die Gefahren obstruktiver Schlafapnoe

Vor allem mangelnde ärztliche Nachfrage kann u. a. dazu führen, dass schlafbezogene Erkrankungen wie OSA unentdeckt bleiben. Bei der schlafbezogenen Atmungsstörung kommt es zur Verengung der oberen Atemwege: die Folgen: Sauerstoffmangel oder sogar Atemaussetzer. Dadurch entstehen unter anderem Tagesmüdigkeit, die bereits ein Drittel der Befragten erfahren (31 %), Konzentrationsschwierigkeiten (30 %) und Stimmungsschwankungen (29 %).

Trotz dieser einschneidenden Folgen, die sogar die Lebensdauer verkürzen können, etwa durch Herz- oder Gefäßerkrankungen, arteriellen Bluthochdruck oder der höheren Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls, hat circa die Hälfte der Befragten (49 %) mit typischen OSA-Symptomen noch nie von der Krankheit gehört. 38 Prozent wissen noch nicht einmal, wo sie ihre Hilfe suchen können.

Den Schlaf tracken und verbessern

Um diesem Dilemma entgegenzuwirken und die Schlafqualität zu verbessern, ist es ratsam, das eigene Schlafverhalten zu tracken. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede in der internationalen Wahrnehmung: Während in China und Indien mit jeweils 47 Prozent bereits rund die Hälfte aller Befragten Schlaf-Tracker zum Verbessern der eigenen Schlafqualität einsetzen, tun das international nur 35 Prozent – in Deutschland sogar nur 27 Prozent.

Dabei benötigt es zum Messen des eigenen Schlafs nicht viel: Bereits das Führen eines Schlaftagebuchs oder die Verwendung einer Schlaf-App kann zur nachhaltigen Verbesserung der Schlafqualität beitragen.