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31. Mai 2023
Redaktion
KKH-Betrugsbericht 2022

16 Betrugsfälle im Sanitätshaus/OT-Bereich

Im Jahr 2022 erhielt die Prüfgruppe Abrechnungsmanipulation der KKH Kaufmännische Krankenkasse bundesweit 468 neue Hinweise – und damit 100 mehr als noch 2021. Pflegedienste belegten mit 139 Ermittlungsfällen erneut den 1. Platz, gefolgt von Krankengymnastik- und Physiotherapiepraxen (101) sowie Pflegeheimen (77). Sanitätshäuser und Orthopädietechnik-Betriebe landeten nach Apothekern (26), Ärzten (22) und Fahrkosten (18) auf Platz 7 (16).
Foto: 8photo/Freepik

Auf Nachfrage der MTD-Redaktion teilte die KKH Beispiele von aktuellen Ermittlungsfällen aus dem Leistungsbereich von Sanitätshäusern/Orthopädietechnikern mit.

  • Eine Sanitätshaus-GmbH steht im Verdacht, nicht erbrachte Hilfsmittel und gebrauchte Hilfsmittel als neu abgerechnet zu haben. Zudem wurden Hilfsmittel, die Eigentum einer Krankenkasse waren, an Versicherte anderer Krankenkassen abgegeben. Es bestehen auch Bedenken hinsichtlich des Nachweises, überhaupt mit den Krankenkassen abrechnen zu dürfen.
  • Ein Sanitätshaus hat mehrere Filialen. In einer wird unqualifiziertes Personal eingesetzt, in zwei Filialen gibt es trotz Verpflichtung keinen Meister, und eine weitere Filiale hat keine Präqualifizierung; es werden dennoch Hilfsmittel abgegeben.
  • Ein Sanitätshaus soll mit einer Arztpraxis dergestalt zusammenarbeiten, dass die Verordnungen unmittelbar an das Sanitätshaus gegeben und die Patienten dorthin geschickt werden.
  • Ein Sanitätshaus soll nicht erbrachte Leistungen abrechnen. In einigen Fällen waren die Versicherten zum Zeitpunkt des angeblichen Lieferdatums bereits verstorben.

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