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29. März 2023
Redaktion
gematik

Karte zum Stand der Digitalisierung in Europa

NPÖ, RCU2, CEZIH – digitale Anwendungen sind in vielen europäischen Ländern fester Bestandteil des Alltags. Eine neue Übersicht der gematik will einen Überblick geben, wo Europa bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens steht.
Screenshot: gematik
Eine neue Übersicht der gematik gibt einen Überblick, wo Europa bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens steht.

„In unseren Nachbarländern nutzen Bürgerinnen und Bürger und das medizinische Fachpersonal bereits ganz selbstverständlich digitale Anwendungen. Das bringt viele Vorteile für Prävention, Versorgung und Behandlung – und genau da wollen wir auch in Deutschland hin“, erklärte gematik-CEO Dr. Markus Leyck Dieken.

Mit der Digitalisierungsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums schlage man den richtigen Weg ein. Ziel der gematik sei, dass die Anwendungen bei den Menschen ankommen und von ihnen genutzt werden. “Die Gespräche mit Patientinnen und Patienten aus verschiedenen europäischen Ländern zeigen klar, worauf es ankommt: Auf einen niedrigschwelligen Zugang und eine möglichst unkomplizierte Nutzung. Genau dafür setzen wir uns ein“, so Leyck Dieken weiter.

gematik zeigt Digitalisierungstand der Nachbarländer

Mit dem neuen Info-Angebot will die gematik übersichtlich zeigen, wie digitale Gesundheit bei den Nachbarländern gelebt wird. Im Fokus stehen die drei Schlüsselanwendungen für Bürgerinnen und Bürger: Das E-Rezept, die elektronische Patientenakte und die digitalen Identitäten. Unterschiedliche Kategorien – beim E-Rezept beispielsweise der Verbreitungsgrad oder der Einlöseweg – sollen  den Status Quo in ausgewählten Ländern vergleichbar machen.

Ganz vorne dabei sind beispielsweise die skandinavischen Länder. So hat Schweden das E-Rezept bereits 1980 eingeführt, der Verbreitungsgrad beträgt mittlerweile 99 Prozent. Die ePA gibt es hier seit 2010. In Dänemark gibt es das E-Rezept seit 1994, der Verbreitungsgrad liegt auch hier bei 99 Prozent und die ePA wurde 2012 implementiert. In Finnland wurde das E-Rezept 2010 eingeführt, seit 2017 ist es verpflichtend und der Verbreitungsgrad liegt bei 100 Prozent. Die ePA wurde 2010 implementiert.

Videointerviews und Statements von Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen europäischen Staaten sollen zusätzlich Einblick in die praktische Nutzung vor Ort geben, ergänzend zu den Länderfakten, um zu zeigen, wo digitale Anwendungen beispielsweise den Versicherten in Dänemark, Österreich oder Spanien ganz konkret Vorteile bringen.

Bei der Auswahl der Länder wurden unterschiedliche Kriterien berücksichtigt, unter anderem die verfügbare Datenlage sowie die Vergleichbarkeit mit dem deutschen Gesundheitssystem. Als Quellen dienen neben den Veröffentlichungen der staatlichen Gesundheitsbehörden auch wissenschaftliche Publikationen und Erhebungen. Geplant ist, die Karte nach und nach zu erweitern.

Die Karte und weitere Informationen: https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/transparenz/digitale-gesundheit-in-europa